Der Bergmolch ist „Lurch des Jahres 2019“

Nov 30, 2018 by     Posted under: Amphib des Jahres 2019: Der Bergmolch

Die DGHT hat den Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) zum „Lurch des Jahres 2019“ erklärt

Lurch/Reptil des Jahres LogoMit seinem orangeroten Bauch und einer fast tropischen Farbenpracht zählt der Bergmolch zu den schönsten einheimischen Amphibienarten. Vor allem zur Paarungszeit im Frühjahr bieten die blau gefärbten Männchen mit ihrem kontrastreichen Leopardenlook aus schwarzen Flecken auf einem silbrig weißen, unten hellblau umrahmten Seitenband sowie vielen Punkten an Armen und Beinen einen prächtigen Anblick im Teich. Männchen in Wassertracht zeigen zudem einen gelb-schwarz marmorierten Rückensaum.
Der besonders geschützte Bergmolch wurde von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT e.V.) zum „Lurch des Jahres 2019“ ausgerufen. Ichthyosaura alpestris lautet die wissenschaftliche Bezeichnung dieser attraktiven, in Mitteleuropa noch relativ häufigen Amphibienart. Mit Ichthyosaurus, jener großen, bereits vor Jahrmillionen ausgestorbenen Fischechse, sind die nur 7–12 cm langen Bergmolche trotz ihres ähnlichen Namens nicht verwandt. Die kleinen Unterwasserdrachen gehören vielmehr zu den Schwanzlurchen und damit, wie unsere Frösche und Kröten, zu den 20 in Deutschland heimischen Amphibienarten.
Der Bergmolch ist ein typischer Bewohner waldreicher Mittelgebirge, besiedelt aber auch tiefere Lagen Mitteleuropas und kommt in alpinen Gebieten auf offenen Wiesen bis in Höhen von über 2.400 m vor. Die anpassungsfähige Art pflanzt sich in Kleinstgewässern aller Art fort, wie Tümpel, Teiche, wassergefüllte Fahrspuren oder Straßengräben – nur Molche und deren Hauptfeinde Fische schließen sich auf die Dauer meist aus.
In der Roten Liste Deutschlands wird der Bergmolch derzeit als ungefährdet eingestuft, allerdings gilt auch für ihn wie für die meisten Amphibienarten, dass die Populationen schwinden und die Bestände zurückgehen. Durch seine plakative Färbung eignet sich der Lurch des Jahres 2019 ideal, um stellvertretend auf diese Amphibienrückgänge aufmerksam zu machen. Mit den bunten sympathischen Wasserdrachen im Schul- oder Gartenteich machen viele Kinder ihre ersten Amphibienerfahrungen.
Zu den wichtigsten Gefährdungsursachen gehören die Zerstörung und Beeinträchtigung von Kleingewässern durch Zuschütten oder der Eintrag von Umweltgiften und Dünger sowie die direkten Verluste wandernder Tiere durch den Straßenverkehr.

Männchen des Bergmolches im Balztracht.

Weibchen des Bergmolches in Landtracht.

 

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen zum Bergmolch erhalten Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. (DGHT) beziehungsweise ihrer AG Feldherpetologie und Artenschutz (www.feldherpetologie.de). Eine 40-seitige Farbbroschüre mit den wichtigsten Informationen zu dieser Art, ein Faltblatt, eine eigene Kinderbroschüre sowie ein DIN-A2-Poster können per E-Mail (gs@dght.de) oder telefonisch unter 0621-86256490 bei der DGHT-Geschäftsstelle in Mannheim angefordert werden. Das Material steht zudem als PDF zum Download bereit.

Broschüre

Flyer

Kinder-Broschüre

Poster

Verantwortlich: Dr. Axel Kwet (DGHT-Geschäftsführung)
Fachlich unterstützt wird die jährliche DGHT-Aktion zum Reptil/Lurch des Jahres von den Kooperationspartnern, der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH), der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (info fauna karch), dem Nationalen Naturhistorischen Museum Luxemburg (MNHN) sowie dem Bundesfachausschuss Feldherpetologie/Ichthyofaunistik des Naturschutzbunds Deutschland (NABU).
Partner und offizielle Sponsoren der Aktion „Lurch des Jahres 2019“ sind der Tiergarten Nürnberg und der Tiergarten Schönbrunn in Wien.

Fotos Bergmolch
Bilder dürfen zur kostenfreien Veröffentlichung in Zeitungen, Zeitschriften und Online-Portalen verwendet werden. Bei Verwendung bitte Copyright und korrekten Bildnachweis beachten. Die Weitergabe der Fotos durch Nachrichtenagenturen ist ausdrücklich gestattet. Eine kommerzielle Nutzung ist nicht erlaubt. Das druckfähige Bildmaterial finden Sie zum kostenlosen Download hier: www.dght.de/presse.

Pressemitteilung zum Download

 

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