Verbreitung und Lebensräume des Feuersalamanders

Nov 14, 2015 by     Posted under: Amphib des Jahres 2016: Der Feuersalamander

Die Lebensräume des Feuersalamanders

Kühl, nährstoffarm und langsam fließend – das Larvenparadies, Foto: A. Kwet

Kühl, nährstoffarm und langsam fließend – das Larvenparadies, Foto: A. Kwet

Der einheimische Feuersalamander ist eine terrestrische, bodenlebende Amphibienart mit wasserlebendem Larvenstadium – es handelt sich zumindest in Mitteleuropa um eine Art mit biphasischer Lebensweise (also an Land und im Wasser), während in Spanien und Nordafrika auch lebendgebärende Feuersalamander ohne „freies“, wasserlebendes Larvenstadium vorkommen. Doch nicht nur die aquatilen Larven des einheimischen Feuersalamanders sind an Wasser gebunden, auch adulte Tiere sind aufgrund ihrer feuchten und durchlässigen Haut (kein Verdunstungsschutz) auf nicht zu trockene Habitate angewiesen. Andererseits zeigt der Feuersalamander in Bezug auf die von ihm besiedelten Landlebensräume und Larvengewässer eine große Variabilität und hohe Anpassungsfähigkeit, was bereits sein ausgedehntes Gesamtverbreitungsgebiet verdeutlicht. In Mittel- und Westeuropa bevorzugt die Art feucht-kühle Laub- und Laubmischwälder, die von kleinen Bächen und Quellgewässern durchzogen sind. Im südlichen Europa dagegen nutzen Feuersalamander – entsprechend der Verfügbarkeit oder dem Fehlen feuchter Waldlebensräume – auch lichte Trockenwälder und vermehrt offene Habitate, zum Beispiel Viehweiden, karstige Fels- oder Graslandschaften. Nicht selten besiedelt die Art auch bewohnte Gebiete, in denen naturnahe Gärten und Parkanlagen als Lebensraum dienen. Entscheidend für das Auftreten der Art sind vor allem die Verfügbarkeit von Larvengewässern, mikroklimatisch geeignete Versteckmöglichkeiten im Lebensraum und das Vorhandensein entsprechender Beutetiere. Als Verstecke dienen beispielsweise Spalten zwischen Baumwurzeln, Lücken in Baumstümpfen oder im Gestein von Böschungen, unbewohnte Kleinsäugerbaue, Mauer- und Felsspalten sowie Komposthaufen in Gärten. Ebenfalls nutzen Feuersalamander größere aufliegende Steine, Totholz und die Laubschicht am Waldboden als Unterschlupf, wo sie auch tagsüber optimale kühle Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit vorfinden. Da es aufgrund des hohen Grundwasserstands in Au- und Bruchwäldern kaum Versteckmöglichkeiten im Erdreich gibt, werden diese Lebensräume gemieden. Auch reine, großflächige Nadelwälder werden selten besiedelt, allenfalls im Randbereich kommen noch Feuersalamander vor.

Strukturreiche Waldbäche als Feuersalamander-Kinderstube, Foto: A. Nöllert

Strukturreiche Waldbäche als Feuersalamander-Kinderstube, Foto: A. Nöllert

Als Larvengewässer dienen vor allem Stillwasserzonen (Kolke) fischfreier Bäche, aber auch Flachwasserbereiche von Teichen, Tümpeln und Bergseen. Der typische Lebensraum der Larven ist charakterisiert durch langsam fließende, nährstoffarme und kühle Gewässer (ideal sind ca. 8–10 °C) mit geringen Temperaturschwankungen. Auch Wildsuhlen oder andere kleine Wasseransammlungen, in denen zeitweise erstaunlich hohe Temperaturen herrschen können, werden gelegentlich als Larvengewässer genutzt. Selbst alte Bergstollen und wasserführende Höhlen werden von Feuersalamandern gelegentlich zur Larvenablage genutzt. Hier herrschen Dunkelheit und ein geringeres Nahrungsangebot, was zu einer verzögerten, deutlich längeren Entwicklungszeit (zum Teil mehrere Jahre) der Larven bis zum Abschluss ihrer Metamorphose führt.

 

 

Raumnutzung

Strukturreicher Waldlebensraum, Foto: A. Nöllert

Strukturreicher Waldlebensraum, Foto: A. Nöllert

Feuersalamander sind insgesamt relativ standorttreu. Manche Weibchen suchen über Jahre hinweg immer die gleichen Gewässer zur Larvenablage und nicht selten sogar dieselbe Stelle im Uferbereich auf. Ebenso kehren viele Feuersalamander regelmäßig zu ihren Tagesverstecken und Überwinterungsplätzen zurück. Studien haben aber gezeigt, dass die Tiere – sowohl Männchen und Weibchen als vor allem auch die aus den Gewässern abwandernden juvenilen Feuersalamander – innerhalb größerer Streifgebiete umherwandern und hierbei oft weite Strecken zurücklegen. Es gibt Beobachtungen einzelner Weibchen, die auf dem Weg zu geeigneten Laichgewässern bis zu 400 m zurücklegten; sicher werden noch weit größere Distanzen überwunden Feuersalamanderlarven halten sich in Bächen und kleinen Stillgewässern tagsüber oft unter Falllaub, Totholz, Steinen, ins Wasser hängender Vegetation oder Baumwurzeln im Uferbereich verborgen auf. Viele Larven können auch am Tage frei auf Kiesbänken und offenen Bodenflächen beobachtet werden – die meisten aber insbesondere bei Dunkelheit.

Gesamtverbreitung

Aktuelles Verbreitungsgebiet des Feuersalamanders in Europa

Aktuelles Verbreitungsgebiet des Feuersalamanders in Europa

Das für Amphibien bemerkenswert ausgedehnte Verbreitungsgebiet des Feuersalamanders umfasst fast das gesamte westliche, zentrale, südliche und südöstliche Europa, von Portugal bis zu den Karpaten, von Nordwestdeutschland und den südlichen Niederlanden bis Südgriechenland. Verbreitungslücken gibt es in den zentralen Alpen sowie im gesamten Zentral- und Südungarn (mit Ausnahme isolierter Vorkommen in und um Budapest). Die Art fehlt in weiten Teilen Norddeutschlands und Polens sowie in Skandinavien,  Großbritannien, Irland, den Baltischen Staaten, Weißrussland und auf fast allen Mittelmeerinseln. Bemerkenswert ist auch die Höhenverbreitung des Feuersalamanders, die sich von Meereshöhe (vor allem im Mittelmeerraum) bis auf über 2.500 m ü. NN in Zentralspanien und auf dem Balkan erstreckt. Häufig werden Feuersalamander bei uns in den waldreichen Mittelgebirgen zwischen 600 und 1.000 m ü. NN gefunden.

 

 

Die Verbreitung in Deutschland

Verbreitung in Deutschland auf Basis von TK25-Quadranten. Schwarz: Nachweise von 1990–2014; weiß: Nachweise von 1900–1989. Quelle: DGHT e. V. (Hrsg. 2014): Verbreitungsatlas der Amphibien und Reptilien Deutschlands, auf Grundlage der Daten der Länderfachbehörden, Facharbeitskreise und NABU Landesfachausschüsse der Bundesländer sowie des Bundesamtes für Naturschutz.

Verbreitung in Deutschland auf Basis
von TK25-Quadranten. Schwarz: Nachweise
von 1990–2014; weiß: Nachweise
von 1900–1989.
Quelle: DGHT e. V. (Hrsg. 2014):
Verbreitungsatlas der Amphibien und
Reptilien Deutschlands, auf Grundlage
der Daten der Länderfachbehörden,
Facharbeitskreise und NABU Landesfachausschüsse
der Bundesländer sowie
des Bundesamtes für Naturschutz. (online ansehen )

Größere zusammenhängende Populationen von Feuersalamandern sind in Deutschland vor allem in den westlichen, südwestlichen und zentralen Mittelgebirgen zu finden, außerdem in Nord- und Ostbayern, im Harz und Erzgebirge. In der norddeutschen Tiefebene fehlt der Feuersalamander weitgehend. Einige isolierte Vorkommen finden sich am nördlichen Arealrand noch im Münsterland, in Niedersachsen in der Oldenburger und Stader Geest sowie der Lüneburger Heide; nach Osten wird die Elbe nicht überschritten. Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg und weite Teile von Sachsen-Anhalt sind frei von Feuersalamandern, ebenso wie das südwestliche Bayern und südöstliche Baden-Württemberg, die sogenannte Allgäulücke zwischen Donau und Isar. In Deutschland treffen die beiden am weitesten verbreiteten Unterarten des Feuersalamanders aufeinander und „vermischen“ sich in einer breiten Überlappungszone ihrer Areale. In der West- und Nordwesthälfte Deutschlands (vor allem links vom Rhein) lebt der Gebänderte Feuersalamander (S. s. terrestris), im Südosten hingegen überwiegend die Nominatform, der Gefleckte Feuersalamander (S. s. salamandra). Die breite Überlappungszone zieht sich von Südsachsen durch Nordbayern bis nach Nordhessen. In Südbayern besteht die oben genannte Verbreitungslücke zwischen der östlichen und westlichen Unterart, welche die unterschiedlichen nacheiszeitlichen Wiederbesiedlungswege vom Balkan beziehungsweise von der Iberischen Halbinsel widerspiegelt. Die Höhenverbreitung des Feuersalamanders in Deutschland reicht von etwa 25 m ü. NN in Niedersachsen bis etwa 900 m ü. NN im südlichen Schwarzwald und 1.000 m ü. NN in den Bayerischen Alpen.

 

 

 

 

 

Der Feuersalamander in Österreich

In Österreich kommt die Nominatform S. s. salamandra vor, Foto: J. Hill

In Österreich kommt die Nominatform S. s. salamandra vor, Foto: J. Hill

In Österreich kommt die Nominatform des Feuersalamanders (Salamandra salamandrasalamandra) vor, die mit Ausnahme von Vorarlberg in allen Bundesländern (Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Wien) angetroffen werden kann. Der westliche Arealrand liegt im Tiroler Unterinntal. Die meisten Vorkommen wurden aus Meereshöhen zwischen 300 und 1.000 m ü. NN. gemeldet, der höchste bekannte Fundort liegt in Kärnten auf ca. 2.000 m ü. NN. Der Feuersalamander fehlt vor allem in den tieferen und wärmeren Lagen des Pannonikums und im zentralen Alpenkörper, wo er vom Alpensalamander abgelöst wird. In Vorarlberg gilt die Art laut der Roten Liste als verschollen, Funde aus den letzten Jahren deuten jedoch auf kleine, lokale Vorkommen hin. Verbreitungsschwerpunkte des Feuersalamanders liegen in den nördlichen Voralpen, entlang der Donau zwischen Passau und der Wachau, den südlichen Randalpen, dem Kärntner Becken und den südöstlichen Hügelländern, wobei die Verbreitung weitgehend mit der der Rotbuche übereinstimmt. In den größeren inneralpinen Tälern bestehen lokale, mehr oder weniger isolierte Vorkommen (zum Beispiel Unterinntal, Iseltal, Oberes Murtal, Salzachtal, Drautal, Ennstal). Auffällig ist die vergleichsweise hohe Anzahl von besetzten Rasterfeldern ohne aktuelle Funde.

Verbreitung in Österreich. Weiß: Nachweise bis 2000; schwarz: Nachweise ab 2001. Quelle: Herpetofaunistische Datenbank, Naturhistorisches Museum Wien.

Verbreitung in Österreich. Weiß: Nachweise bis 2000; schwarz: Nachweise ab 2001.
Quelle: Herpetofaunistische Datenbank, Naturhistorisches Museum Wien.

Mit kleinen Bachläufen durchzogene feuchte Laubmischwälder mit mäßiger bis starker Beschattung und hohem Totholzanteil stellen den typischen Lebensraum des Feuersalamanders in Österreich dar. Neben sommerkalten Bächen werden auch kleine beschattete Stillgewässer im Wald zum Absetzen der Larven genutzt. Ideale Bedingungen findet der Feuersalamander zum Beispiel im Wienerwald, in dem er Salamanderschutz durch Straßensperrung als Charakterart bezeichnet wird und zum Teil bemerkenswerte Dichten erreichen kann. So wurden in einem 195 m langen Bachabschnitt beinahe 3.340 Larven gezählt. Auch in den Kalkvoralpen herrschen an vielen Stellen noch ideale Bedingungen und hohe Salamanderdichten. Wo der Feuersalamander vorkommt, findet man häufig auch Erdkröte, Gelbbauchunke, Grasfrosch und Bergmolch. Syntope (im selben Lebensraum) Vorkommen mit dem Alpensalamander sind jedoch selten. Zumeist beruhen sie auf klimabedingt (zum Beispiel in kühlen, nordexponierten Hangwäldern) sehr tief liegenden Vorkommen des Alpensalamanders, wie etwa im Bluntautal im Salzburger Tennengau auf 500–700 m ü. NN.

Textautoren: Christoph Leeb & Andreas Maletzky; Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH)

 

Der Feuersalamander in der Schweiz

Der Lebensraum des Feuersalamanders im Tessin, Foto: A. Meyer

Der Lebensraum des Feuersalamanders im Tessin, Foto: A. Meyer

Der Feuersalamander gehört in der Schweiz zu den weit verbreiteten Arten, denn er kommt in großen Teilen des Landes nördlich und südlich der Alpen vor. Nördlich der Alpen lebt die Unterart Salamandra salamandra terrestris, während südlich der Alpen im Tessin S. s. salamandra vorkommt. In manchen Landesteilen, etwa dem Jura, sind Larven dieser Art in fast jedem Bach zu finden, während sie in anderen Landesteilen, vor allem im Mittelland, deutlich seltener sind. Grundsätzlich ist der Kenntnisstand zur Besiedlungsdichte des Feuersalamanders in der Schweiz vergleichsweise schlechter als der der anderen Amphibienarten, da mit der verbreiteten Kartierungsmethode (Kartierung von kleinen Stehgewässern) die Art kaum erfasst wird. Im zweiten Amphibieninventar im Kanton Aargau wurden gezielt Bäche erfasst, wodurch doppelt so viele Feuersalamanderstandorte bekannt wurden. Die Art besiedelt vor allem die tieferen Lagen; der Schwerpunkt der Verbreitung liegt bei etwa einer Höhe von 500 m ü. NN. Die tiefsten Vorkommen finden sich im Tessin in der Magadino-Ebene auf 200 m ü. NN, während sich das höchste bekannte Vorkommen ebenfalls im Tessin auf 1.680 m ü. NN befindet.

MaßnahmenVor allem an fischfreien Bächen in Laub- und Buchenwäldern findet man oft zahlreiche Larven, Foto: A. Meyer

MaßnahmenVor
allem an fischfreien Bächen in Laub- und Buchenwäldern findet man oft zahlreiche Larven, Foto: A. Meyer

Entlang der Alpenflüsse dringt der Feuersalamander in der Zentralschweiz und im Tessin jedoch weit in die Alpen ein. In den nördlichen Alpentälern treffen sich die parapatrischen (aneinandergrenzenden) Verbreitungsgebiete von Feuer- und Alpensalamander. In wenigen und kleinen Kontaktzonen kommen beide Arten auch syntop (gemeinsam) vor. Die parapatrischen Artgrenzen sind durch unterschiedliche klimatische Nischen und vermutlich zwischenartliche Konkurrenz zu erklären. Der wichtigste Lebensraum des Feuersalamanders in der Schweiz sind Wälder, vor allem Buchenwälder. Dort kann er sehr häufig sein, und man kann Larven in nahezu allen fischfreien Bächen finden, sofern eine genügende Anzahl Kolke vorhanden ist.

Verbreitung in der Schweiz auf der Basis von 25-km²-Quadranten. Rot: Nachweise ab 2005; gelb: Nachweise bis 2004 (meist auf fehlende Kartierungsaktivität zurückzuführen). Quelle: karch.

Verbreitung in der Schweiz auf der Basis von 25-km²-Quadranten. Rot: Nachweise ab 2005;
gelb: Nachweise bis 2004 (meist auf fehlende Kartierungsaktivität zurückzuführen). Quelle: karch.

Der Feuersalamander ist aber auch häufig in Siedlungen zu finden und kann ebenso in Weinbergen vorkommen (etwa am Genfersee im Lavaux), also in einem Lebensraum mit vereinzelten Gebüschgruppen, aber ohne Bäume. Nördlich der Alpen ist der Feuersalamander strikt nachtaktiv, und adulte Tiere sind meist nur bei Regen zu beobachten. Deswegen wird der Feuersalamander in Teilen der Schweiz im Volksmund auch „Rägemoli“ (= Regenmolch) genannt.

 

Textautoren: Benedikt R. Schmidt & Silvia Zumbach
Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (karch)

 

 

Der Feuersalamander in Luxemburg

Verbreitung in Luxemburg. Weiß: Nachweise bis 1996; schwarz-weiß: Nachweise ab 1997; schwarz: Nachweise in beiden Perioden. Quelle: Musée Nationale d`Histoire Naturelle.

Verbreitung in Luxemburg.
Weiß: Nachweise bis 1996;
schwarz-weiß: Nachweise
ab 1997; schwarz: Nachweise
in beiden Perioden.
Quelle: Musée Nationale
d`Histoire Naturelle.

Porträt der in Luxemburg verbreiteten Unterart Salamandra salamandra terrestris, Foto: A. Kwet

Porträt der in Luxemburg
verbreiteten
Unterart Salamandra
salamandra terrestris, Foto: A. Kwet

Der Feuersalamander (französisch: salamandre tachetée; luxemburgisch: Feiereps) ist der einzige Vertreter der Gattung Salamandra in Luxemburg. Die Art ist dort zurzeit nicht gefährdet. Hauptgrund für die gute Bestandssituation sind der insgesamt hohe Waldanteil Luxemburgs (34 % der Landesfläche) sowie der im Vergleich zu den Nachbarländern hohe Laubwaldanteil (61 %). Schon 1870 wurde der Feuersalamander als relativ weit verbreitet, wenn auch nirgends häufig bezeichnet. 1922 galt die Art im ganzen Land als relativ weit verbreitet, häufig war sie vor allem in den Tälern von Mosel und Untersauer, relativ selten im Bereich des Luxemburger Sandsteins. 1972 wurde der Feuersalamander in Luxemburg dann als potenziell gefährdete oder besonders schützenswerte Art eingestuft. In einer älteren Verbreitungskarte von 1973 sind zwei Bereiche abgegrenzt, in denen der Feuersalamander demnach „kaum vorkommen dürfte“. Hierbei handelt es sich um die Nordwestspitze des Landes sowie um den gesamten Südwesten Luxemburgs. Ein ähnliches Bild liefert eine weitere Verbreitungskarte von 1979, der zufolge Nachweise nur für die mittleren und östlichen Landesteile vorliegen. Die aktuelle Verbreitungskarte bestätigt das 1973 und 1979 erwähnte Fehlen der Art in der Nordwestspitze des Landes sowie in weiten Bereichen des Südens und Südwestens. Hauptursache dieser Verbreitungslücken dürfte das Fehlen geeigneter Biotope sein. Vor allem im Nordwesten des Landes existieren nur sehr vereinzelt kleinflächige Laubwälder. In den südwestlichen und südlichen Landesteilen dagegen dürfte vor allem das Fehlen von Fließgewässern mit abwechslungsreichen Strömungsverhältnissen ausschlaggebend sein. Aufgrund der topografischen Verhältnisse in diesen Landesteilen (flach oder nur geringe Hangneigungen) handelt es sich hier meist um nur schwach strömende und oft verschlammte Gewässer, die nicht den Lebensraumansprüchen der Feuersalamanderlarven entsprechen.

Textautoren: Edmée Engel & Roland Proess
Musée Nationale d`Histoire Naturelle (Nationalmuseum für Naturgeschichte)

Alle Informationen sind nachzulesen in der Aktionsbroschüre (hier als pdf-Datei erhältlich)

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